Diagnostik
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Diagnostik

Im Folgenden stellen wir Ihnen verschiedene Diagnostikwege vor, die uns helfen, ihr Kind besser kennen zu lernen und zu verstehen. Hierfür sind in der Regel mehrere Termine erforderlich. Im Einzelfall kann das Vorgehen von diesem Standard natürlich abweichen, um besser auf die Individualität jedes Kindes und jeder Familie einzugehen. Die Diagnostik findet mit dem Kind/Jugendlichen ohne die Eltern in einem unserer Diagnostik- bzw. Spielzimmer statt. Nach den Diagnostikterminen besprechen wir mit den Eltern in einem weiteren Termin gemeinsam ausführlich unsere Ergebnisse und Eindrücke.

Zum Einsatz während der Diagnostik kommen verschiedene Testverfahren, die je nach Fragestellung, Notwendigkeit zur Abklärung und Feststellung der Diagnose und natürlich in Abhängigkeit der Individualität des Kindes/Jugendlichen variiert. Im Folgenden möchten wir Ihnen einige Beispiele aufzählen.

Emotionale Diagnostik

Die emotionale Diagnostik umfasst in der Regel 3 Einzeltermine für ihr Kind und eventuell ergänzend ein Elterngespräch mit der Therapeutin. In den Einzelterminen mit den Kindern geht es darum, einen Zugang zur subjektiven Erlebniswelt Ihres Kindes über verschiedene Medien, wie z.B. Spielen, Malen, Gespräch sowie verschiedene psychologische Testverfahren zu erhalten. Dabei wird das Augenmerk auf das Kontakt- und Beziehungsverhalten  sowie auf äußere oder innere Konflikte des Kindes gerichtet. Berücksichtigt werden dabei das familiäre, schulische und soziale Umfeld.

Entwicklungsdiagnostik

In den Terminen der Entwicklungsdiagnostik beurteilen wir den Entwicklungsstand Ihres Kindes in den Bereichen: Motorik, Feinmotorik, Kognition (geistige Entwicklung), Sprache, unter Umständen visuelle Wahrnehmung, soziale und emotionale Entwicklung.
Wir setzen objektive (standardisierte) Testverfahren ein und Methoden der Verhaltensbeobachtung während der Testdurchführung, im Gespräch und im gemeinsamen Spiel.
Die Entwicklungsdiagnostik umfasst in der Regel 3 – 4 Termine, die je nach den verwendeten Tests vormittags und nachmittags stattfinden können.

Leistungsdiagnostik

Die Leistungsdiagnostik soll uns helfen, den intellektuellen Entwicklungsstand ihres Kindes einzuschätzen. Wir setzen zur Leistungsdiagnostik objektive (standardisierte) Testverfahren und  Methoden der Verhaltensbeobachtung ein. Die wesentlichen Bereiche der Leistungsdiagnostik betreffen die Konzentration, allgemeine Intelligenz und spezielle Denkfunktionen, wie zum Beispiel sprachliche Fähigkeiten oder Gedächtnisfunktion. Weiterhin untersuchen wir bei Verdacht auf Teilleistungsstörungen, wie Lese- und Rechtschreibstörung oder Rechenstörung  zusätzlich die betreffenden Fähigkeiten des Kindes anhand standardisierter Tests.

Die Leistungsdiagnostik umfasst in der Regel zwei bis drei Einzeltermine, die am Vormittag stattfinden. Bei der Diagnostik von Teilleistungsstörungen werden vier Vormittagstermine benötigt, da neben der Untersuchung der betreffenden Teilleistung auch eine allgemeine Leistungsdiagnostik stattfinden muss.

Legasthenie-Diagnostik

Für die Legasthenie-Diagnostik ist ein Lese- und Rechtschreibtest in einem Termin am Vormittag erforderlich. Grundlage ist die vorausgegangene Leistungsdiagnostik. Wir bieten diese Testung von der 1. bis zur 10. Klasse an. 

Dyskalkulie-Diagnostik

Für die Dyskalkulie-Diagnostik ist ein Rechentest in einem Termin am Vormittag erforderlich. Grundlage ist die vorausgegangene Leistungsdiagnostik. Wir bieten diese Testung von der 2. bis zur 6. Klasse an. 

  • Ergänzend kann eine Untersuchung von Aufmerksamkeit und Konzentration in der Kleingruppe erfolgen. Wir bieten diese Testung für die 2. bis 6. Klasse an (TPK).
Interaktionsdiagnostik

Interaktionsdiagnostik bieten wir für Kinder im 2. und 3. Lebensjahr an. Zunächst erfolgt eine Analyse, also eine möglichst genaue Beobachtung des problematischen Verhaltens. Darauf aufbauend können wir Sie gezielt beraten. Um Sie möglichst optimal beraten zu können, betrachten wir (je nach Ihrem individuellen Problem) folgende Situationen, die wir mit der Kamera aufnehmen und danach mit Ihnen im Detail besprechen:

  • Beruhigen
  • Füttern
  • Zwiegespräch
  • Gemeinsames Spiel
  • Alleinspiel bei Anwesenheit der Eltern
  • Grenzen setzen

Bei der Interaktionsanleitung knüpfen wir an Ihre individuellen Stärken und Ressourcen und unterstützen Sie dabei, die Signale Ihres Kindes besser zu verstehen und angemessen darauf zu reagieren (zum Beispiel: wie Ihr Kind zeigt, dass es überfordert ist und etwas mehr Ruhe oder Beruhigung braucht).

Gemeinsam erarbeiten wir, wie Sie Ihr Handeln verändern können, damit das Zusammenspiel mit Ihrem Kind besser klappt: zum Beispiel wie Sie Ihr Spiel verändern können, so dass Ihr Kind mit Ihnen spielt, oder wie Sie es erreichen, dass sich Ihr Kind Ihnen zuwendet und Sie anlächelt.

Autismus-Diagnostik

Es sind umfangreiche Untersuchungen erforderlich:

Im Vorfeld der spez. Autismus-Diagnostik  findet in der Regel eine Entwicklungs-, Leistungs- und/oder emotionale Diagnostik in unserer Praxis statt. Ergänzend werden bereits vorliegende Berichte und Befunde ausgewertet.

In Abhängigkeit vom Alter des Kindes werden dann Termine für die Autismus-Diagnostik vereinbart, die in der Regel ein bis drei Einzeltermine umfassen. Zum Einsatz kommt die diagnostische Beobachtungsskala für Autistische Störungen (ADOS) zur Erfassung von Kommunikation, sozialer Interaktion und Spielverhalten mit Gegenständen Ihres Kindes. Außerdem setzen wir standardisierte Fragebögen ein, telefonieren mit Lehrern/Erziehern und führen ein Elterninterview durch.

Gemeinsam mit Ihnen erfolgt die Bewertung der Ergebnisse. Bei gesicherter Diagnose einer autistischen Störung besprechen wir mit Ihnen das längerfristige Fallmanagement, welches zum Beispiel beinhalten kann: Beratung und Aufklärung; Ratgeber zu Autismus; Kooperation mit bzw. Weiterleitung an Beratungsstelle/Jugendamt und die Koordination mit Kindergarten/Schule.

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